Zur Startseite Tourenbericht:
Kinderbergsteiger-Lager Wiwannihütte
Am Sonntag morgen um 7:15 war niemand so richtig fit und ausgeschlafen am Bahnhof ausser Remo. Kurz nach der Abfahrt ging es in unseren Abteilen dann allerdings schon ziemlich laut zu und her und nach knapp drei Stunden kamen wir in Ausserberg an, schon erwartet von unseren drei Taxis, die uns den Hüttenweg um fast zwei Stunden verkürzten. (Zitat René : "es war immer noch genügend lang..."). Der Hüttenaufstieg war tatsächlich ziemlich anstrengend, weil es zum einen sehr warm war und wir immerhin 670 Höhenmeter zu überwältigen hatten das zudem auf einem sehr steilen Weg.
Ausser Atem auf der Hütte angekommen, bezogen wir unser eher enges Schlafgemach und hatten nicht einmal Zeit, unsere Rucksäcke auszupacken, bevor uns Giorgio schon in den nahen Klettergarten trieb.
Wie es die erste Nacht auswärts und in der Höhe so auf sich hat, schliefen die Wenigsten gut, ausser die, welche laut schnarchten.... Um sieben war dann Tagwach (schon!!!) und nach dem Frühstück marschierten wir hinter unserem Führer Egi Feller zurück zum Klettergarten, um dort nach seinen Anweisungen Klettertechniken zu üben und zu verbessern. Nach dem Mittagessen wechselten wir unseren Arbeitsplatz und kletterten im oberen Klettergarten weiter. Bald schon erwartete uns die gute (Lob an die Küche !) Spargelsuppe.

Am Dienstag war zur Freude aller erst eine halbe Stunde später Tagwach, was dem Morgennebel Zeit liess, sich zu verziehen, bevor wir in Richtung Wiwannihorn aufbrachen. Um elf erreichten wir den 3001 Meter hohen Gipfel, einige etwas müde aber alle zufrieden mit der Tour. Nach dem Lunch tänzelten wir über den sehr ausgesetzten Grat zur Abseilstelle und von dort gings zurück zur Hütte.

Für den Mittwoch hatte uns Egi ein Spezialprogramm vorgeschlagen. Dazu mussten wir allerdings erst den steilen Hüttenweg abwärts Richtung Ausserberg hinter uns bringen, wo Egi uns mit seinem Auto in Empfang nahm und ins Bietschtal zum Einstieg eines Erlebnisparcours fuhr. Nach einer kurzen Einführung in die Handhabung des Klettersteigsets begann das Ganze mit einem kurzen, steilen (teils überhängenden) Klettersteig hinunter in die Schlucht. Als die ganze Gruppe auf der kleinen Terrasse angekommen war, schwangen wir uns einzeln an einem grossen Pendelseil über den reissenden Bach, gebremst von Egi und in Empfang genommen von Remo. Durch eine staubige Höhle gelangten wir zum ersten der Seilbähnli, die uns von der einen Seite der Schlucht zur anderen führten. Zum Schluss baumelten wir uns immer zu zweit hundert Meter weit über dem Bach an einem über siebzig Meter langen Bähnli, das genau in einem Stollen der Lötschbergbahn endete. Der Parcours war Nervenkitzel pur und sehr lustig, erforderte aber eine gehörige Portion Mut! Beim Wiederaufstieg auf die Hütte kreuzten wir Fränzis und Christophs Eltern, die extra aus Basel angereist waren, um uns zwei grosse und sehr leckere Kuchen zu bringen – vielen Dank !

Am Donnerstag teilten wir uns in zwei Gruppen, wovon die eine über das grosse und kleine Augstchummenhorn kletterte. Die Klettereien waren eigentlich nicht so schwierig, vor allem auf dem Grat aber sehr anstrengend. Die andere Gruppe bestieg direkt das kleine Augstchummenhorn und machte sich nachher im Klettergarten "Katzenauge" zu schaffen. Später genossen wir den letzten Abend mit sünnele vor der Hütte.

Gestern kamen wir wieder nach Hause und alle haben wieder ihr eigenes Zimmer und Bett. Das Lager war toll (aber auch ansprengend), Lob an unsere Leiter Pascal, Giorgio, Chantal, Remo und unseren Bergfreund Egi, an die Küche mit Rebekka, Fränzi und Freundinnen!

 

 

Bilder werden nur angezeigt, wenn man sich einloggt!